Sie verkaufen fair gehandelte Produkte? Dann kann es sein, dass Ihnen schwere Zeiten bevorstehen. Denn durch die Krise hat sich der Geschmack der Verbraucher verändert - so lautet das Ergebnis einer britischen Studie. Hier die drei wichtigsten Ergebnisse:
1. Die Sehnsucht nach Einfachem hat zugenommen. Konsumenten sind auf der Suche nach Produkten ohne Firlefanz, denen sie vertrauen können. Ebenfalls gefragt sind Wegweiser durch unübersichtliche Angebote sowie Anbieter, die schon für ihre Kunden eine Produkt-Vorauswahl getroffen haben.
2. Durch die Krise wird der Grüne Konsum ausgebremst. In Zeiten schmaler Portmonees sind die Menschen nicht mehr bereit, hohe Aufpreise für Produkte zu bezahlen, nur um die Umwelt zu schonen. Sie üben sich lieber in Verzicht, vermeiden Müll, sparen Energie oder kaufen schlichtweg weniger. Demonstrativer Öko-Konsum („Wir fahren einen Hybrid-SUV“) hat vorerst ausgedient.
3. Ethischer Konsum verliert an Bedeutung (fair gehandelte Produkte). Grund: Anders als Bio-Produkte waren solche Angebote vor der Krise noch nicht in der breiten Bevölkerung angekommen. Allerdings: Eine Rückkehr des Trends zum Kauf mit gutem Gewissen ist nicht ausgeschlossen.