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Die Zukunft gehört den Gut-genug-Produkten




Erinnern Sie sich noch? „MP3 klingt schrecklich, das hört sich keiner an“, meckerten Audiofreaks, als Musik erstmals als Datei daherkam und nicht mehr auf CD. Und was passierte? Die meisten Musikkäufern scherten sich nicht um die Tonqualität – sie war ihnen gut genug. Sie freuten sich darüber, zum Musikkaufen nicht mehr in den Laden gehen zu müssen.

Unternehmen sollten aus diesem Beispiel lernen. Denn gerade in der Post-Krisen-Ökonomie gilt: Firlefanz ist out, Nutzwert ist gefragt. Konsumenten verhalten sich bei der Kaufentscheidung zunehmend konservativ. Das Produkt muss nicht ultramodern sein, sondern seine Funktion erfüllen. Weitere Beispiele für erfolgreiche Gut-genug-Lösungen:
  • Netbooks sind abgespeckte Laptop-Computer. Sie sind klein, billig und perfekt dazu geeignet, um auf dem Sofa im Internet zu surfen. Für die allerneuesten Spiele reicht die Rechenleistung der 300-Euro-Winzlinge allerdings nicht. Dennoch wurden allein im letzten Jahr 11 Mio. Stück verkauft – im Jahr davor war die Produktkategorie noch so gut wie unbekannt!
  • Das kostenlose Textverarbeitungsprogramm von Google verfügt zwar längst nicht über die gleichen Funktionen wie Word vom Marktführer Microsoft. Dafür ist es kostenlos und läuft im Browser – auch auf nicht mehr ganz modernen Rechnern.
  • In vielen US-Supermärkten gibt es so genannte Walk-in-Clinics. Hier können die Kunden sich kurz durchchecken oder impfen lassen – ohne Voranmeldung und zum Festpreis. Ärzte gibt es in der Mini-Klinik nicht: Stattdessen untersuchen Krankenschwestern die Patienten mithilfe eine elektronischen Fragebogens. In 80 Prozent aller Fälle reicht diese Prozedur völlig aus.
Unser Fazit: Die größten Chancen liegen auf vielen Märkten in den unteren Qualitätsklassen. Prüfen Sie, ob Sie in diesem Segment ausreichend präsent sind.



Quelle: Trendletter

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