Fallstudie: Wie ein Juwelier das Netz zur lokalen Goldgrube macht
Vonwegen World Wide Web – selbst das vermeintlich so globale Internet ist letztlich ein Lokalmedium. Das hat eine Studie der Universität Jerusalem ans Licht gebracht: Demnach gehen 41 Prozent aller E-Mails, die Surfer verschicken, an Menschen an ihrem eigenen Wohnort. Und ein Großteil ihrer Facebook-Freunde wohnt ebenfalls um die Ecke.
Die Schlussfolgerung: Wer im Internet Erfolg haben will, muss auftreten wie der Laden von nebenan.
Wie das geht, zeigt der amerikanische Juwelier Fred Meyer. Die Kette stand vor einer schwierigen Aufgabe: Sie wollte mehr Online-Nutzer in eines ihrer 15 Geschäfte locken. Die Lösung: Das Unternehmen machte das Sortiment in den Läden für Suchmaschinen sichtbar.
Dafür entwarf die Marketingabteilung spezielle Webseiten, auf denen jeweils nur ein Produkt und ein Laden-Standort vorgestellt wurde, also zum Beispiel zu Verlobungsringe in Mountain View/Kalifornien. Diese so genannten Landing-Pages lockten Internetsurfer an, die bei Suchmaschinen nach den jeweiligen Worten gesucht hatten. Mit ein paar Klicks konnten sich die Interessenten das Schmuckstück in der lokalen Filiale zurücklegen lassen.
Erfolg: 83 Prozent der Kunden holten es tatsächlich ab. Der Umsatz von Fred Meyer stieg durch die lokale Internetvermarktung stark an!
Friedrich Bräuninger, Editor Network Medien GmbH, München, editornetwork.de
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