Ford spielt im Web 2.0 auf Risiko – und wird belohnt
Um den Fiesta in den USA einzuführen, ging der Autohersteller Ford einen neuen Weg: 100 Freiwillige bekamen den Kleinwagen sechs Monate lang kostenlos zur Verfügung gestellt. Einzige Bedingung: Alle so genannten Agenten mussten während dieser Zeit auf Facebook und Twitter über ihre Erfahrungen berichten. Ford nahm keinerlei Einfluss auf die Meinungsäußerungen im Netz.
Die riskante Kampagne zahlte sich aus: 58 % aller amerikanischen Konsumenten kennen den dort bislang unbekannten Fiesta schon vor dem Verkaufsstart. Selbst Ford-Modelle, die schon drei Jahre auf dem Markt sind, kommen nicht auf einen solchen Bekanntheitsgrad!
Unser Votum: Wer in sozialen Medien Gehör finden will, muss sich von Kontrolle verabschieden. Das hat Ford verstanden – und wurde belohnt. Allerdings: Der Neuigkeitswert von solchen Kampagnen wird sich abnutzen.
Friedrich Bräuninger, Editor Network Medien GmbH, München, editornetwork.de
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