Clive Thompson, Redakteur beim Magazin „Wired“ hat letztens etwas Interessantes beobachtet: Ein junger Unternehmer, der zum Interview kam, brauchte ein halbe Minute, um auf seinem Handy die Funktion zum Telefonieren zu finden - weil er sie noch nie benutzt hatte.
Das ist symptomatisch: Telefonieren stirbt zunehmend aus. Die neue Generation der heute 20-Jährigen bevorzugt asynchrone Kommunikation - Instant Messaging (Chat), SMS, Facebook. Statistiken zeigen, dass die Zahl der Telefongespräche seit einigen Jahren zurückgeht.
Unser Votum:
Weniger zu telefonieren ist nicht nur eine Mode, sondern macht auch wirtschaftlich Sinn. Denn das Telefon ist ein extrem ineffizientes Medium: Oft geht viel Zeit dafür verloren, sich darüber zu verständigen, ob ein Gespräch möglich ist („Störe ich Sie? Können wir kurz sprechen?“).
Deshalb wird Telefon-Kommunikation künftig zunehmend durch geschriebene Verständigung ersetzt. Erfahrung von IBM: Eine Instant Message im Büro erspart zwei erfolglose Anrufversuche - und reißt den Adressaten weit weniger aus seiner Arbeit.