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Grüne Branchen: Diese Entwicklungen sollten Sie im Blick behalten




Solarenergie ist ab sofort konkurrenzfähig

Ein wichtiger Wendepunkt ist erreicht: Selbst erzeugter Solarstrom kostet seit Kurzem genau so viel wie der vom Energieversorger aus der Steckdose. Der durchschnittliche Preis für eine fertig montierte Solaranlage liegt bei 2.500 Euro je Kilowatt Leistung. Vor drei Jahren war er noch doppelt so hoch. Beispielrechnung ohne Subventionen: Der Unternehmer Manfred Gellink baut auf einem seiner Seniorenheime eine Solaranlage mit 32,4 Kilowatt Leistung. Er spart pro verbrauchter Kilowattstunde 21 Cent. Auf 20 Jahre gerechnet, erwirtschaftet er eine fünfprozentige Rendite!

Trendletter-Prognose: Obwohl Subventionen damit überflüssig sind, werden sie vorerst nicht zurückgefahren. Grund: Alle Parteien unterstützen das Erneuerbare-Energien-Gesetz.

Die Stadt wird als Rohstoffquelle erschlossen


Die gesamte Menge an Kupfer, die der Mensch in Stromleitungen, Elektromotoren etc. verbaut hat, übersteigt mittlerweile die verbleibenden Reserven im Boden. Deshalb hat sich der Preis in den letzten Jahren auch verdoppelt. Ähnlich wird in einigen Dekaden die Lage bei vielen Rohstoffen. Folge: Die Recycling-Industrie steht vor einem Boom. Urban Mining heißt das neue Schlagwort – alle Dinge, in denen Rohstoffe stecken, werden künftig wiederverwertet: Gebäude, Geräte, Fahrzeuge, Abfälle, Schutt.

Trendletter-Prognose: Die EU arbeitet derzeit an einer neuen Abfallrichtlinie: Papier, Glas und Metall sollen demnach im Jahr 2020 zu 50 % wiederverwertet werden, Bauabfälle zu 70 %. Das könnte der Recycling-Branche tatsächlich einen Boom bescheren. Bis dahin allerdings gilt: Für jeden Rohstoff muss geprüft werden, ob sich die Wiederverwertung wirtschaftlich lohnt. Derzeit interessant: Fett-Recycling; die US-Firma Darling wächst mit dem Geschäft aktuell um 25 % pro Jahr.



Quelle: Trendletter

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