Alle Dinge sind miteinander vernetzt, jedes Objekt kann sofort lokalisiert werden, egal, wo es gerade ist. Dieser Zustand wird als Hyperlocality bezeichnet. Virtuelle und reale Welt verschmelzen. Alles ist anklickbar, die Schweizer Fachzeitschrift ‘GDIImpuls’ bezeichnet das Thema bereits als eine ‘Neuschöpfung der Wirklichkeit’.
Der Informationsdienst
Trendletter stellt in einer aktuellen Ausgabe vor, welche praktischen Folgen dies für den Alltag hat - und wie diese Entwicklung sich auf Unternehmen auswirkt.
Ein Großteil der Dinge, die uns umgeben, wird eine virtuelle Parallelexistenz führen. Sie sind über Funkchips (RFID) und GPS über das Netz ansteuerbar und können kommunizieren. Anwendungen:
Kein Reisender muss fürchten, dass sein Koffer verloren geht. Per GPS ist er jederzeit lokalisierbar. Wer wissen will, wann die nächste Tram fährt, nimmt die Bahn mit der Kamera des Handys ins Visier, klickt auf das Bild - und bekommt den Fahrplan. Es werden sich Menschen verlinken, die morgens immer mit demselben Zug zur Arbeit fahren oder im selben Geschäft ihre Turnschuhe kaufen.
Geoweb macht all das möglich. Bald wird man Menschen per Digitalgerät anpeilen können, um alles über sie und ihr Leben herauszufinden oder sie vorinformiert anzusprechen. Die mit dem Mobiltelefon geschossenen Fotos müssten nur mit den Profilen auf Xing, MySpace oder Facebook abgeglichen werden. Ein Google für Gesichter ist nicht unwahrscheinlich.
Nanorechner in Brillen oder Kontaktlinsen lassen die Grenzen zwischen realen und virtuellen Bildern schwinden: Ist das Navigationssystem eingeschaltet, schickt es uns einen blinkenden Pfeil auf die Netzhaut. Singles auf der Suche nach einem Partner können virtuelle Banner an Menschen in ihrer Umgebung senden - natürlich nur an solche, die den eigenen Präferenzen zu Einkommen, Bildung und Herkunft entsprechen. Der Computer filtert die Profile entsprechend.
Weitere Aspekte der Hyperlocality und wie sich diese auf Unternehmen auswirkt, lesen Sie in der kommenden Woche.