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Mitarbeiterführung: Warum Sie Mitarbeiter nicht zu oft loben sollten

veröffentlicht am 11.11.2009
Vieles, was Chefs tun, um ihre Mitarbeiter zu motivieren, ist völlig nutzlos. Das behauptet Charles Jacobs, ein amerikanischer Berater. Seine These: Fast alle gängigen Management-Weisheiten sind Humbug und sind von der modernen Hirnforschung widerlegt worden. Die meisten Führungskräfte arbeiten mit Methoden, die nicht nur wirkungslos sind, sondern das Gegenteil von dem erreichen, was erreicht werden soll.
Beispiel Mitarbeiter-Jahresgespräche: Jacobs sagt: Konventionelle Rückmeldungen vom Typ „Sie haben das Umsatzziel um 20 Prozent verfehlt“ führen nicht dazu, dass der Mitarbeiter sich anstrengt, sondern erzeugen nur eine Abwehrhaltung - und meist noch schlechtere Leistungen. Außerdem sind Jahresgespräche per se unfair: Chefs geben Mitarbeitern, die sie selbst eingestellt haben, bessere Noten oder beurteilen die Leistung der Angestellten nach deren Aussehen oder Alter. 
 
Jacobs schlägt für die Zukunft ein besseres Verfahren vor: Feedback sollte es nicht nur einmal im Jahr geben, sondern spontaner und öfter. Außerdem sollten Mitarbeiter die Möglichkeiten bekommen, selbst zu erkennen, wie gut ihre Leistung ist.
 
Interessantes Detail: Jacobs hat herausgefunden, dass selbst Lob nicht immer motiviert. Denn positives Feedback wirkt wie eine Droge: Es schafft Abhängigkeit, und die Angestellten gewöhnen sich mit der Zeit daran. Damit Lob überhaupt wirkt, muss die Dosis ständig erhöht werden. Jacobs Tipp: Chefs sollten wirklich nur seltene, außergewöhnliche Leistungen belohnen.
 
Mehr dazu in Jacobs‘ Buch „Management Rewired“
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Birgit Baumann, Stadtverwaltung Heidenheim
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