Personal: Mitarbeiter pflegen Eltern - das wird ein Riesenthema
veröffentlicht am 23.04.2011
Einer von zehn Mitarbeitern pflegt heute einen Angehörigen - in den nächsten zehn Jahren steigt die Zahl der pflegebedürftigen Angehörigen um 50 Prozent (auf 3 Mio.). Das wird die Unternehmen zum Handeln zwingen.
Wichtige Personal-Maßnahmen:
Die vom Gesetzgeber garantierte, unbezahlte Pflegepause von einem halben Jahr reicht meist nicht aus, weil der typische Pflegefall länger dauert. Deshalb sind Teilzeit-Modelle wichtig. Manche Unternehmen bieten überdies eine bis zu zwei Jahre dauernde Pflegepause an.
Tritt ein Pflegefall in der Familie eines Mitarbeiters auf, sollten Sie sofort einen Teilzeit-Arbeitsplatz anbieten und ein Homeoffice einrichten. Sonst verlieren Sie den Mitarbeiter durch Kündigung.
In den USA hat sich dieser Weg bewährt: Mitarbeiter, bei denen ein Pflegefall in der Familie auftritt, erhalten Beratung (Krisenhilfe, Heimplatzsuche, Pflegeversicherung, Umbau des Hauses usw.). Schließen Sie einen entsprechenden Vertrag mit dem Familienservice ab (www.familienservice.de).
Die Lektüre des Trendletters lohnt sich, die Inhalte sind überraschend und anregend. Mir gefällt sein Anspruch, Orientierungshilfen auf dem Weg in die Zukunft geben zu wollen.
Friedrich Bräuninger, Editor Network Medien GmbH, München