Die Kanzlei Clearspire, Washington D.C., hat das Modell einer Anwaltskanzlei der Zukunft entwickelt. Prinzip: Alles, was nicht unmittelbar mit Rechtsberatung zu tun hat, wird aus der Wertschöpfungskette entfernt. Der
Trendletter hat die Elemente des Geschäftsmodells analysiert:
- Anwälte von Clearspire arbeiten überwiegend im Heimbüro. Kommuniziert wird über eine Internetplattform, auf die auch die Kunden Zugriff haben. So kann gemeinsam an Dokumenten gearbeitet werden. Die virtuellen Zusammenarbeit spart die Kosten für repräsentative Büros.
- Clearspire erstellt für jeden Arbeitsschritt einen Kostenvoranschlag. Setzt der Anwalt den Wert zu niedrig an und überzieht das Budget, muss er die Differenz aus eigener Tasche zahlen. Arbeitet er dagegen schneller, erhält er ein Drittel der in Geld bewerteten Zeitersparnis. Der Rest geht zu gleichen Teilen an Clearspire und den Kunden. So entsteht für die Anwälte ein Anreiz, Zeit sparend zu arbeiten.
Unsere Prognose: Demnächst werden auch auf dem deutschen Markt Kanzleien auftauchen, die zumindest Teile des Clearspire-Modells anwenden.