Google kauft Strom aus dem Wasserkraftwerk, Wal-Mart verpflichtet Lieferanten auf Ökostandards, Audi beteiligt sich an einem Windpark - Umweltschutz entwickelt sich für alle großen (und kleinen!) Firmen zu einem wichtigen Baustein der Strategie. Der Trendletter fasst zusammen, worauf es bei grünen Aktivitäten ankommt:
Machen Sie grüne Aktivitäten öffentlich. So erarbeiten Sie sich ein Image-Plus, das auf dem Absatzmarkt oder in der Rekrutierung wirkt. Versuchen Sie zum Beispiel, Ihr grünes Vorhaben in das Projekt „Land der Ideen“ aufnehmen zu lassen.
Erstellen Sie eine Öko-Gewinn- und -Verlustrechnung. Wasser, Treibhausgase und andere Umweltlasten werden hier in Geld bewertet: 0,81 Euro für einen Kubikmeter Wasser, 66 Euro für eine Tonne Treibhausgas. So werden Einsparungen rechenbar, jeder Kubikmeter CO2 weniger erhöht den Gewinn. Puma hat die grüne GuV schon.
Schützen Sie sich vor „Greenwashing“ bei Zulieferern. Dringendes Thema, wie Betrugsfälle zeigen: H&M bekam den Rohstoff für Bio-Baumwollhemden von einem Partner, der heimlich gentechnisch veränderte Baumwolle lieferte. Ökostrom kommt oft aus dem AKW, Biomilch wird über hunderte Kilometer angeliefert, was jede Ökobilanz ruiniert. Stellen Sie durch Audits sicher, dass die Zulieferkette auch wirklich grün ist.
Die Lektüre des Trendletters lohnt sich, die Inhalte sind überraschend und anregend. Mir gefällt sein Anspruch, Orientierungshilfen auf dem Weg in die Zukunft geben zu wollen.
Friedrich Bräuninger, Editor Network Medien GmbH, München