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Social Media: Coke, Obama und die Volksdesigner




Wer immer noch glaubt, Social Media sei nur etwas für pubertätsgeplagte amerikanische Teenager, der könnte die Marketing-Zukunft verpassen: Denn gerade in der Food-Branche breitet sich der co-kreative Dialog mit dem Kunden aus:

Von Facebook zum Foodbook:
Vor Kurzem hat Facebook seine beliebtesten Seiten veröffentlicht. Hinter – natürlich – Barack Obama rangierte Coca-Cola. Allerdings nicht eine offizielle Seite, sondern eine von Usern konzipierte. 3,3 Millionen Fans tummeln sich dort, was den Brausegiganten dazu veranlasste, sich im Zuge einer freundlichen Übernahme die Seite einzuverleiben. Platz 3 ging an eine weitere Food-Marke, nämlich Nutella, und auch die "Kinder-Überraschung" befand sich unter den Top 10.

Designerware von jedermann
Währenddessen hat Tchibo gerade die erste Produktreihe herausgebracht, die von ihren Kunden selbst entwickelt wurde. Über die Crowdsourcing-Plattform www.tchibo-ideas.de haben Kunden des Kaffeerösters mehrere Tausend Vorschläge eingereicht. Zu den ersten Werken der Erika-Mustermann-Designprodukte gehörte ein praktisches Schneidbrett mit Auffangschale (12,99 Euro), im August kam ein wasserdichter Fahrradsattelbezug aus Nylon (10 Euro) in die Geschäfte, es folgt die kindersichere Klobürste. Wen die eher schlichten Ideen abschrecken, der kann trotzdem weiterhin die Tchibo-Filialen betreten – jedes der neuen Massenprodukte ist eigens gekennzeichnet und verweist auf den "Erfinder". Marktstrategen werden sich die Frage stellen: Diktiert hier eine Kundenbindungsaktion den Stil der Zukunft?

Online-Jobber lösen Marktforschung ab

Der Aachener Konfitürehersteller Zentis nutzt die Bewertungsplattform Loomondo (www.loomondo.de), um von den dort anzutreffenden Online Jobbern Neukreationen testen und feintunen sowie um Werbemaßnahmen bewerten zu lassen. Auch hier fragt man sich, ob zukünftig Deutschlands Online-Jobber den Geschmack von Marmeladen bestimmen oder ob es nicht doch die Kreationen aus Großmutters Kochbuch sein sollten. Zentis jedenfalls verspricht sich aussagekräftigere Ergebnisse als mit der herkömmlichen Marktforschung, und die Loomondo-Macher können bei ihren virtuellen Mitmachern damit werben, dass jetzt auch beim Frühstücken Geld verdient werden kann.


Quelle: Trendletter

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