Ulrich Lehner, CEO des Familienunternehmens Henkel, erhielt ungebetenen Besuch. Eindringlinge beschmierten sein Haus und gossen Abbeizmittel auf sein Auto. Das Ferienhaus von Daniel Vassella, Chef des Pharma-Unternehmens Novartis, wurde von Unbekannten angezündet.
Beide Angriffe wurden von Aktivisten vorgenommen, die gegen Tierversuche kämpfen. In den letzten 12 Monaten gab es eine Häufung derartiger Übergriffe in Europa, zuvor war diese Praxis nur in England üblich. Das zeigt: Unternehmer sollten sich mittelfristig auf eine neue Form von Soft-Terrorismus einstellen. Kritiker von Geschäftspraktiken lassen es nicht mehr mit verbalen Protesten bewenden, in Zukunft wird es mehr Gewalt gegen Sachen geben (Autos, Häuser, Ferienhäuser).
Unser Tipp: Wer in sensiblen Branchen tätig ist (Pharma, Chemie, Lebensmittel) oder negative Publicity bekommt (Entlassungen, Unfälle), sollte a) Haus und Hof mit einem Mindestmaß an Schutz ausstatten und b) einen Lebenswandel pflegen, den Sicherheitsexperten Low Profile nennen: wenig Auffälligkeiten zeigen.