Vom Pleitekandidaten zum wertvollsten IT-Unternehmen der Welt - der Computerhersteller Apple hat einen atemberaubende Aufstieg hingelegt. Er beruht auf zukunftsweisenden Strategien. Der Trendletter hat analysiert, was sich andere Firmen von Apple abgucken können.
- Auch mal Nein sagen! Apple-Chef Steve Jobs ist Profi im Ablehnen. Wann immer das Sortiment ausgedehnt oder Produkte überfrachtet werden sollen, legt er sein Veto ein. Das sichert Margen - und bremst den Anstieg der Kosten. Auch Funktionen, die Anwender unbedingt wollen, werden zunächst nicht angeboten. Werden sie nach 18 Monaten doch umgesetzt, freuen sich die zahlreichen Fans umso mehr.
- Marketing zur Chefsache machen. „Um die Vermarktung kümmert sich unsere Agentur.“ Diese sonst verbreitete Einstellung gibt es bei Apple nicht. Marketing hat in der Firma fast die Rolle einer Religion - und ist Chefsache. Boss Jobs zelebriert jede Produkteinführung bis ins kleinste Detail.
- Die Vergangenheit beerdigen. Oft führt Apple Neuerungen ein, die Nutzer der alten Produkte (potenziell) vergrätzen. Beispiele: PCs ohne Disketten-Laufwerke kamen auf den Markt, als alle noch an Disketten glaubten. Der neue iPad kennt weder Maus noch Tastatur. Die radikalen Schnitte mit der Vergangenheit ermöglichen es dem Unternehmen, sich ohne Last dem Neuen zu öffnen.