Konsumenten verbringen mehr Zeit in den eigenen vier Wänden als in vergangenen Jahren, hat die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) in einer Untersuchung herausgefunden. Von diesem so genannten Homing-Trend profitieren Baumärkte, Hersteller von Gartengeräten oder Spirituosen-Brennereien. Negativ wirkt sich das Stubenhocken auf die Gastronomie (außer Fastfood), Kinos und Theater aus.
Achtung: Homing bedeutet aber nicht, dass die Konsumenten blind sparen! - Im Kleinen gönnen sich die Menschen weiterhin Luxus. So wurden im vergangenen Jahr statt einfacher Kaffeemaschinen häufiger teure Vollautomaten oder Kapselsysteme verkauft.
- Auch Werte spielen beim Konsum weiterhin eine Rolle. Anbieter wie der Drogeriemarkt Schlecker, der durch seine Lohnpolitik in die Schlagzeilen gekommen war, verlieren überdurchschnittlich stark an Umsatz.
Unser Votum: Homing ist eine Neuauflage des so genannten Cocooning (Einigeln) der 1980er Jahre, und wird - genau wie dieser Trend - wieder verschwinden, sobald die Konjunktur anzieht - spätestens 2011.