Öko ist in - und hat schon lange nichts mehr mit dem Wollsocken-und Sandalen-Image der Vergangenheit zu tun. In Großbritannien hat sich gar ein neuer Konsumententyp gebildet, die so genannten Ecotists. Dabei handelt es sich um Wohlhabende, die Ökologie zum Lebensstil ernannt haben. Um die Umwelt zu schonen, ist ihnen kein Preis zu hoch: Sie fahren teure Hybridautos, kaufen Designerkleidung, die aus Öko- Textilien produziert wurde (etwa von Linda Loudermilk) oder wohnen in einem Wildpark.
Weitere Beispiele dafür, wie Unternehmer diesen Trend nutzen, verraten Ihnen die Experten des Trendletter im folgenden Beitrag:
1. Drei Nächte in der King Pacific Lodge kosten 5.000 Dollar. Dafür garantiert die kanadische Edelherberge ihren Gästen einen klimaschonenden Aufenthalt. Die Küche verwendet fast ausschließlich lokale Produkte, Gäste können nur ein Motorboot leihen, wenn sie mindestens zu dritt sind; außerdem haben die Außenborder ein eingebautes Tempolimit. Geplant ist ferner, die Anfahrt der Gäste über CO2- Zertifikate auszugleichen (www.kingpacificlodge.com).
2. Regenwasser-Sammler, Erdwärme- Kollektor und Isolierung aus Lammwolle - das sind die Ausstattungsmerkmale von drei neuen Stadthäusern, die die Immobiliengesellschaft Morpheus im schicken Londoner Südwesten errichtet hat. Preis pro Haus: 4 Millionen Pfund (www.morpheusonline.com).
3. Eine eigene Windkraftanlage auf dem Dach ist das neueste Statussymbol britischer Promis. Hersteller der 1.000 Pfund teuren Turbinen ist die Firma Eclectic Energy; zu den Kunden gehört auch David Cameron, Chef der konservativen Partei Großbritanniens (www.stealthgen.com).
4. Fast alle luxuriösen Geländewagenmodelle (SUVs) werden demnächst mit Hybridantrieb zu haben sein. Der Porsche Cayenne kommt 2009 mit kombiniertem Otto-Elektromotor heraus, VW Touareg und Audi Q7 sind bereits nächstes Jahr in Hybridversionen
Trendletter-Einschätzung: Der Markt für ökologische Produkte und Dienstleistungen wird auf Jahre hin noch ein Luxusmarkt sein; hier werden Pioniere künftig gute Geschäfte machen. Bis der Massenmarkt erreicht ist, vergehen indes noch Jahre.