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Trendletter - Annahmen über zukünftige Entwicklungen in Gesellschaft, Wirtschaft, Management und Technologie
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Zukunfts-Strategie: Lieber kreativ imitieren als teuer tüfteln




Jeder Nähanfänger kennt das Problem: Je schneller man den Stoff durch die Maschine bewegt, desto weiter liegen die Stiche auseinander. Das wollte Bernina, ein Nähmaschinenhersteller, ändern. Die nötige Technik fanden die Entwickler auf ihrem Schreibtisch: Sie bauten in die Maschine den Sensor einer Computermaus ein. Er merkt, wenn der Stoff bewegt wird und drosselt das Nähtempo. Das Modell wurde ein Verkaufsschlager.


Statt selbst aufwändig neue Techniken zu entwickeln, bestehende Lösungen aus anderen Branchen übernehmen – diese so genannte Cross-Industry-Innovation gewinnt immer mehr Anhänger. Denn: Teure und langwierige Eigenentwicklungen lassen sich so vermeiden, außerdem kommen neue Ideen ins Unternehmen.

So spüren Sie erfolgreich Lösungen aus anderen Branchen auf:
  • Engagieren Sie Trendscouts. Firmen wie Brainstore sind darauf spezialisiert, nach Innovationen von außerhalb zu fahnden.
  • Veranstalten Sie Workshops. Vorgehen: Laden Sie externe Experten aus anderen Branchen zum Ideenaustausch ein.
  • Recherchieren Sie in Patent-Datenbanken. Wichtig dabei: Das Problem von der eigenen Branche abstrahieren. Wie das geht zeigt, ein Hersteller von Trinktüten: Er hatte eine Verpackung für Suppen kreiert und suchte einen passenden Ausgießer. Eine Patentsuche innerhalb der Lebensmittelbranche brachte keine Lösung. Erst, als nach Technologien für zähflüssige Materialien gesucht wurde, gelang der Durchbruch: Eine Ausgießertechnologie aus der Erdölindustrie kam bei der Suppentüte zum Einsatz.
  • Rekrutieren Sie Generalisten. Achten Sie bei Neueinstellungen darauf, dass Bewerber zuvor Erfahrungen in anderen Branchen gesammelt haben.


Quelle: Trendletter

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