von Axel Gloger
Am 19. November 2009 wäre Drucker, der vor vier Jahren starb, 100 Jahre alt geworden. Seine Verehrer nehmen das Jubiläum zum Anlass, den großen Denker noch einmal zu würdigen: In der ganzen Welt finden derzeit Vorlesungen, Jubiläumsfeiern und Konferenzen statt. In Wien, seiner Geburtsstadt, versammelt die Drucker Society die Creme de la Creme der Management-Denker. Aber auch in Mexiko, Brasilien, den USA, Korea, China, Japan, Hongkong und Italien wird Drucker mit Veranstaltungen geehrt.
An seinem letzten Wohnort, in Claremont/Kalifornien, wurde am 08. Oktober sogar eine Straße nach Peter Drucker benannt!
Was macht seinen dauerhaften Erfolg über den Tod hinaus aus? „Er hat uns gezeigt, dass es immer darauf ankommt, die richtigen Fragen zu stellen“, sagt der ehemalige Drucker-Student Rashi Yanardag. Die Fragen auf seiner Kaffeetasse liefern dafür nur ein Beispiel von vielen. So formulierte Drucker etwa auch seine Empfehlungen für den Einsatz von Mitarbeitern in Form von vier Fragen:
1. Wer sind die richtigen Mitarbeiter für das Unternehmen?
2. Bekommen die Mitarbeiter die Mittel, die sie brauchen, um effektiv und erfolgreich zu sein?
3. Hat jeder Mitarbeiter Zugang zu dem Wissen, das er für seine Arbeit braucht?
4. Mit welcher Strategie investieren Sie in Mitarbeiter und Wissen?
Solche einfachen Überlegungen sind typisch für Drucker; er klebte nicht am aktuellen Management-Zeitgeist, sondern schuf seine eigenen Themen.

