Warum Sie in Zukunft über Alternativen zu Power-Point nachdenken sollten

von Axel Gloger

Powerpoint ist in der Geschäftswelt keine Lösung, sondern längst ein Problem.

Aus dieser Kritik Dan Roam seine berufliche Leidenschaft entwickelt, er zeigt Unternehmen in aller Welt, wie Vorträge auch ohne Beamer und Powerpoint gut werden.

Sein Bestseller-Buch zum Thema liegt jetzt auch in deutscher Übersetzung vor, sein Titel ist gleichzeitig Roams Programm: „Auf der Serviette erklärt“. Der Berater aus Kalifornien predigte schon in Hunderten von Vorträgen die Rückkehr zum Altbewährten – der Handzeichnung mit Stift und Papier.

Wer das Lernbuch aufschlägt, erkennt sofort, was Roam meint:

Die Seiten sind voller Comics. Da laufen Strichmännchen durchs Bild, Hände zeigen auf die richtige Lösung, die Charaktere denken und reden in Sprechblasen. Dieser Stoff erläutert immer wieder das Grundthema. Wer zeichnet, spricht in Bildern, das ist die einfachste und überall verstandene Kommunikation.

Die Ausrede „Ich kann nicht malen“ lässt Roam nicht gelten. Seine Regel Nummer eins lautet: „Jeder ist ein guter Zeichner.“

Manager und Unternehmer sollten die verständliche Angst vor dem Griffel überwinden, jeder freue sich über den Comic an der Tafel.

Regel zwei: einfache Bilder reichen. Das Gebäude mit Zackendach und Schornstein ist die Fabrik, das Strichmännchen mit Glatze der Verkäufer, jenes mit Brille auf der Nase der Kunde, die hingekritzelte Deutschlandkarte der Markt. Pfeile zeigen Beziehungen, ein Blitz markiert den Konflikt. Hat einer der Protagonisten eine Idee, kommt in die Sprechblase eine Glühbirne.

BUCHHINWEIS:

Dan Roam, „Auf der Serviette erklärt: Mit ein paar Strichen schnell überzeugen statt lange präsentieren“ (280 Seiten, Redline Wirtschaft, 19,90 Euro). Homepage von Dan Roam: www.thebackofthenapkin.com

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