von Axel Gloger
Regelmäßige Leser des Blogs kennen das Thema: Der Manager-Kapitalisums ist angekratzt (Finanzkrise!), der Famlien-Kapitalismus bietet sich als Alternativmodell an. Im Detail: Familienunternehmen sind aus der Finanzkrise ohne große Blessuren hervorgegangen. Offenbar hat ihre Konstitution darauf hingewirkt, dass sie sich von den Exzessen fernhielten und nicht jede hyperkapitalistische Übertreibung mitgemacht haben.
Insofern ist es sicher nicht vermessen, wenn wir feststellen: Jedes Unternehmen, auch die Konzerne, wird in Zukunft Elemente des Familienunternehmens imitieren. So erlangt ein unternehmerisches System die nötigen Stabilisatoren, um resistenter gegen Krisen zu werden. Es zeigt sich: Das Erfolgsmodell Familienunternehmen wird die Strategie-Diskussion der nächsten Jahre prägen!
Google macht es vor. Der Suchmaschinen-Anbieter gilt ja in vielen seiner Vorgehensweisen als vorbildhaft und stilprägend. Das gilt auch für seine innere Verfassung: Diese ist einem Familienunternehmen viel näher als einem typischen börsennotierten Großkonzern.
Beispiel ist die extrem langfristige Ausrichtung. Sie umfasst nicht Quartale und Jahre, sondern Jahrzehnte und Generationen. Das kommt in der Zielaussage “Wir wollen das Wissen der Welt organisieren” zum Ausdruck.
In der Strategie werden Produkt und Nutzen in den Vordergrund gestellt. Hieran zu arbeiten sind die Mitarbeiter von Google verpflichtet. Es geht nicht in erster Linie um Renditen und Quartalsergebnisse, sondern um die Sicherung des überlegenenen Kundennutzens.
Wie in einem gut geführten Familienunternehmern ist der Gewinn nicht Ziel, sondern Residuum guter unternehmerischer Arbeit. Damit ist noch einmal deutlich die prägende Kraft vom Erfolgsmodell Familienunternehmen gezeigt!
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