von Axel Gloger
Banker und Berater tingeln durch die Lande: “Verkaufen und zurückmieten”, so lautet die Empfehlung. Eine zweifelhafte Praxis für Unternehmer, die langfristig unabhängig bleiben woillen. Ich habe an dieser Stelle bereits darauf hingewiesen.
Oft ist die Antithese zum Mainstream genau richtig. Super-Investor Warren Buffett kauft Aktien, wenn alle anderen am Markt wegen des Crashs kalte Füße haben. Unternehmer Ralf Schwager kauft seine Immobilien zurück, wenn alle den Verkauf empfehlen. Der Mann ist Inhaber der Kaufhauskette Schwager, einem 1923 gegründeten Familienunternehmen. Vielleicht hätte sich Thomas Middelhoff bei ihm eine Vorlage holen sollen. Er betreibt eine regionale Kaufhauskette mit zehn Filialen. Zentrale: Holzminden. Die Kerndaten sind ganz anders als bei Karstadt. Der Umsatz wächst, die Rendite ist für einen Universal-Händler mit 1,8 Prozent sehr ordentlich.
Und seine Immobilien? Die hat er nicht gemietet. Er hat auch auf keinen gehört, der ihm Sale-and-Lease-Back empfohlen hat. Konkret: Acht der zehn Standorte gehören dem Unternehmen. Die restlichen beiden wird er auch demnächst kaufen. “Das hilft, wenn das Geschäft noch schwieriger wird”, schreibt die “Financial Times Deutschland” in einer Analyse. Denn: Sobald der Anteil der Miete im Kaufhausgeschäft einen Anteil von 5 Prozent des Umsatzes übersteigt, wird es schwierig. Daran ist wohl auch Karstadt gescheitert, meint Matthias Lambrecht, Autor des FTD-Artikels, zu recht.
Wenn Sie mehr wissen wollen: Lesen Sie hier, was der Trendletter Ihnen für eine sichere, krisenfeste Finanzierung Ihres Unternehmens empfiehlt. Klick drauf!

